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Bewusstheit durch Bewegung

In dieser Variante der Feldenkrais-Methode für Gruppen geht es nicht um Bewegung "an sich". Das heisst, es ist nicht nötig, noch einmal das Schwimmen oder das Gehen zu erlernen. Es geht um die Art und Weise der Bewegungen.
 
Diese Art und Weise der Bewegung gilt es anfangs überhaupt wahrzunehmen. Dies geschieht, indem sich der Mensch unter Anleitung z.B. der nachfolgenden Fragen in einer Bewegungssequenz sich selbst erforscht:
 
- Ist meine Bewegung leicht, einfach und bequem?
- Ist mir dabei klar, wie ich mich dabei einsetze – Kraftaufwand, Grösse, Klarheit?
- Tut mir diese Bewegung gut?
- Kann ich einen Unterschied zum gewohnten Bewegungsablauf spüren?
- Kann ich diese Bewegung auch anders ausführen?
 
Diese an sich selbst gerichteten Fragen und das Erleben der Bewegungsmöglichkeiten und/oder -veränderungen führen zu einem differenzierterem Körpergefühl, effizienterer Bewegungskoordination und damit einher auch grösserer Leistungsfähigkeit sowie mehr Selbstvertrauen.
 
Ein weiteres wichtiges Merkmal besteht in dem Umstand, dass es weniger um Ziele geht, die erreicht werden müssten. Es geht vielmehr um die Prozesse des Lernens, die durchlaufen werden können, um Ziele zu erreichen!
 
So entsteht durch dieses erforschende Tun automatisch ein erweitertes Bewegungsspektrum und ist somit auch im Bewusstsein, dass diese Möglichkeiten jetzt vorhanden und abrufbar sind, auch abgespeichert.
 
„Wenn du weisst, was du tust, kannst du tun, was du willst“.
Dr. Moshé Feldenkrais
 
 

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